„FidAR-Forum“ in Berlin: „Das Ziel bleibt ein Frauenanteil von 30 % bis 2018.“
April 2011

Hochrangige Vertreter aus Wirtschaft und Politik kamen am 4. April 2011 in Berlin zum 3. FidAR-Forum zusammen. Unter dem Motto „Frauen in die Aufsichtsräte – Best for Business“ wurden zentrale Aspekte zur aktuellen Debatte rund um die Frauenquote und Frauen in Führungspositionen thematisiert.

Nicht nur Politikerinnen wie die Bundesfamilienministerin Dr. Kristina Schröder, die Bundesministerin der Justiz Sabine Leutheusser-Schnarrenberger sowie die Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen waren sich einig: es gibt genug hochqualifizierte Frauen, die Führungsjobs übernehmen können und sollen.

Allerdings wurde betont, dass die beste Möglichkeit wäre, die Unternehmen würden in einer Selbstregulierung ihre Vorstandsposten und Aufsichtsräte mit qualifizierten Frauen aufstocken. Falls dies jedoch nicht funktionieren sollte, wäre eine gesetzliche Frauenquote unvermeidbar.

„Wenn Deutschland nicht schnell deutlich besser wird, verlieren wir mitten im Fachkräftemangel den Wettbewerb um die klügsten weiblichen Köpfe. Der deutsche Mittelstand macht den großen börsennotierten Unternehmen bereits vor, dass es geht“, so Ursula von der Leyen.

Auch der Aufsichtsratsvorsitzende der GfK SE, Dr. Arno Mahlert, ist sich sicher, dass das Argument des Mangels an genügend qualifizierten Kandidatinnen bloß pauschal vorgeschoben sei: „Wer sich bemüht, wird meistens keine Probleme haben, qualifizierte Frauen für Führungspositionen zu gewinnen. Das zeigt unsere Erfahrung eindeutig."

Es scheint also, dass das Tor zur Chancengleichheit von Frauen in Führungspositionen immer weiter aufgestoßen wird. Die einzige Frage, die noch ungeklärt bleibt, ist der Weg, der dahin führen wird.

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