Rund 350 Mitglieder und Gäste aus Unternehmen, Medien und Ministerien fanden sich Ende Mai im Berliner Umspann-Werk ein um die jüngsten Themen rund um „Frauen in Führungspositionen“ zu diskutieren. Nach wie vor bescheinigt der jüngste WOB (Women on Board Index) ein beschämend niedriges Ergebnis von lediglich 8,7 Prozent Frauenanteil in den Vorstandsetagen der deutschen DAX-Unternehmen.
Laut Monika Schulz-Strelow, Präsidentin von FidAR, dauert es bei gleichbleibendem Tempo noch weitere 30 Jahre bis ein Drittel der deutschen Vorstandsmitglieder weiblich sind.
Ein unerfreuliches Ergebnis der Entwicklungen, konstatierte auch Dr. Markus Kerber, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der deutschen Industrie (BDI). Ein Kulturwandel ist dringend notwendig, um Bewegung in dieses Ungleichgewicht zu bringen. Unter anderen sind bloße Anwesenheitszeiten als Gradmesser für erfolgreiches Führen „Schnee von gestern“. Wie ergebnisorientiertes Management auch Frauen die Türen in Führungspositionen öffnen, zeigen nicht zuletzt die Wirtschaftsdaten aus Skandinavien, Kanada oder auch den osteuropäischen Staaten wie beispielsweise Lettland und Litauen.
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