INTERNE KOMMUNIKATION 2.0
Wer schon in einem größeren Unternehmen tätig war, wird sie kennen: die „ungeschriebenen“ Gesetze der internen Kommunikation. Als „einfacher“ Mitarbeiter hat man nur auf derselben Hierarchieebene zu kommunizieren und wichtige Informationen der Geschäftsführung dringen meist nur bröckchenweise über die verschiedenen Vorgesetzten durch. Möchte der einzelne Mitarbeiter etwas im Unternehmen bewegen, kann er sich auf die mühselige Reise durch den Vorgesetzten-Dschungel begeben. So hangelt er sich von Chef zu Chef, vorbei an allerhand anderen Teilnehmern des Kommunikationsprozesses, bis er am Ende verzweifelt aufgibt oder sich in den Wirren dieses Dschungels verlaufen hat.
Digital Natives schlagen sich durchs Unterholz
Doch an dieser Tatsache wird sich etwas ändern. Eine neue Generation von Mitarbeitern drängt ins Arbeitsleben: die Digital Natives. Diese – meist nach 1980 geborenen – sozialen Netzwerker sind den Umgang mit Internet, neuen Kommunikationstechniken und Social Media seit ihrer Kindheit gewohnt und wollen aktiv im Unternehmen mitwirken. Doch oft fehlt ihnen aus den oben genannten Gründen die Möglichkeit, frei im Unternehmen zu kommunizieren und sich zu verwirklichen.
Große
deutsche Unternehmen setzen deshalb bereits vermehrt auf Social Intranets. Mit einem ähnlichen Aufbau wie Facebook oder Xing regen die Firmen gezielt ihre interne Kommunikation an. Mitarbeiter können Profile anlegen, über Hierarchieebenen hinweg Wissen austauschen, Fragen und Lösungsvorschläge diskutieren und damit barrierefrei Licht ins Dunkel des internen Kommunikationsdschungels bringen.
Nach wie vor wird die interne Kommunikation in Unternehmen oft zu Gunsten der externen vernachlässigt. Doch eine bessere Vernetzung aller Mitarbeiter – vor allem über Rangfolgen hinaus – stellen einen großen Benefit für das jeweilige Unternehmen dar. Und so ist es nur sinnvoll, das vorhandene, starre Intranet durch ein modernes und lebendiges Netzwerk zu ersetzen.
Social Intranets als Plattform für neue Ideen
Gewähren Unternehmen ihren Mitarbeitern die Möglichkeit sich auszutauschen, profitieren sie von verschiedenen Vorteilen: Ein deutlich besseres Arbeitsklima, motivierte Mitarbeiter sowie viele gute Ideen und Vorschläge, um den Unternehmenserfolg auszubauen. Eines ist jedoch klar: Nur wenn Führungskräfte und Mitarbeiter bereit sind ihr Wissen zu teilen, abteilungsübergreifend zu arbeiten und vor allem Hierarchien außen vorzulassen, wird das Social Intranet zum Erfolg der Firma beitragen.
Ob Social Intranets die Macht haben, starre Hierarchien in deutschen Unternehmen nach und nach abzubauen, wird sich erst noch zeigen. Sicher ist aber schon jetzt, dass die Kommunikation über Ränge hinweg im Unternehmen eine gesunde Plattform für kreatives und innovatives Gedankengut schafft.
Ihre Ansprechpartnerin:
Sandra Stabbert
+49 911 530 63 118
WISSENSTRANSFER ZWISCHEN STUDIUM UND PRAXIS
Der Bayerische Journalisten-Verband e.V. berichtet in seinem aktuellen „BJV report“ über die Verknüpfung von Theorie und Praxis innerhalb eines kommunikationswissenschaftlichen Studiums. Anhand der Medienstudiengänge der TU Ilmenau zeigt der Artikel im "BJV report" auf, wie wichtig es ist, den Studenten zunächst eine fundierte Basis an theoretischem Wissen zu vermitteln, um darauf aufbauend erste praktische Erfahrungen bereits während des Studiums zu sammeln.
Selbst wenn sich Kommunikation als solche und deren Form sich über die Jahre verändert, so bleibt der Dreiklang aus Unternehmen, Journalisten und PR-Agentur bestehen. Die TU Ilmenau bietet unter anderem den Bachelorstudiengang "Angewandte Medien- und Kommunikationswissenschaft" an und legt damit den wissenschaftlichen Grundstein des Studiums. Bei einer Studienlänge von sieben Semestern bleibt viel Zeit für die Studenten, Kommunikation und Medien innerhalb eines Unternehmens spürbar zu erleben.
Neben spannenden Exkursionen und Ausflügen
in die Medienwelt stehen den Studenten auch bekannte „Testimonials“ wie Reinhold Beckmann zur Seite. Als Dozenten ermöglichen sie so tiefe Einblicke in ihre Berufswelt. So schlägt auch Brigitte Kaltwasser seit vielen Jahren mit dem Seminar "Anwendungsbereich PR" eine Brücke zwischen Theorie und Praxis. Der Clou des Seminars „Öffentlichkeitsarbeit“ besteht darin, dass Ideen und PR-Konzeptionen der Nachwuchsagenturen mit Hilfe der Unternehmen zum Teil tatsächlich realisiert werden.
Ergänzt wird das praxisnahe Studium an der TU Ilmenau durch moderne Technik und dem persönlichen Umgang zwischen Professoren und Studenten. All diese Gegebenheiten und Voraussetzungen verhelfen dem Institut für Medien- und Kommunikationswissenschaft der TU Ilmenau regelmäßig auf die Spitzenplätze bundesweiter Hochschulrankings.
Studenten der Medien- und Kommunikationswissenschaften sind die Kommunikatoren von morgen und so schätzen zahlreiche Unternehmer deren Wissen sowie die neuen Denkansätze aus der Wissenschaft. Kaltwasser Kommunikation ist deshalb besonders stolz, einen Teil beizutragen.
Hier finden Sie den Artikel als Download auf der Homepage des BJV.
Ihre Ansprechpartnerin:
Brigitte Kaltwasser
+49 911 530 63 105
AUTHENTISCHE KOMMUNIKATION
Schein ode
r Sein – das ist die Frage, wenn es um den Begriff „authentisch“ geht. Er bezieht sich auf das „Echte“, das „Originale“ und „Unverfälschte“ – positive Konnotationen, die sich auch in die Kommunikationswelt übertragen lassen. Hier steht „authentische Kommunikation“ für einen glaubwürdigen, offenen und ehrlichen Dialog mit der jeweiligen Zielgruppe. Wie aber verhält sich dies vor dem Hintergrund der realen Kommunikationspraxis?
Die Kommunikationslandschaft verändert sich – eine Chance für mehr Authentizität?
Die heutige Kommunikationslandschaft befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel. Zu verdanken hat sie das vor allem dem Siegeszug der Social Media. Ob Facebook, Twitter oder Youtube – die neuen Kanäle lassen den Dialog zwischen Unternehmen und ihren Stakeholdern intensiver und vor allem transparenter werden. Mehr denn je ist dieser Dialog in beide Richtungen ausgelegt, so dass eine weitreichende Interaktion ermöglicht wird.
Die damit verbundenen Mechanismen sind nicht zu unterschätzen. Unternehmen, die im Social Web aktiv sind, müssen sich auch auf kommunikative Hürden einstellen. Was zum Beispiel via Facebook als neuer Vertriebskanal geplant war, kann sich schnell in eine Plattform für Kundenbeschwerden verwandeln. Ebenso wichtig ist es, unmittelbar und angemessen auf Kundenreaktionen eingehen zu können. Ob Produktrückruf oder Umweltkatastrophe – nicht nur die Geschwindigkeit, sondern auch das Ausmaß der Meinungsverbreitung durch Social Media ist schwer zu kontrollieren. Damit erhält das Thema Krisenkommunikation gleich eine ganz neue Dimension.
Gleichzeitig lässt sich eine Machtverschiebung in Bezug auf die Journalistenrolle feststellen. Dank Web 2.0 ist es den Unternehmen nun möglich, sich mit gezielten Botschaften unmittelbar an ihre Bezugsgruppen zu wenden und nicht mehr ausschließlich auf Journalisten als Multiplikatoren angewiesen zu sein. Letztere bedienen sich wiederum der Social Networks als neue Recherchequelle und kommen somit nicht umhin, ihre Funktion in der heutigen Kommunikationslandschaft neu zu definieren.
All die genannten Veränderungen und Mechanismen führen schließlich dazu, dass nicht nur die Kommunikation, sondern vor allem Unternehmen selbst transparenter werden. Damit ist vielleicht ein höherer Grad an Verletzlichkeit verbunden, aber auch eine sichtbare Chance für mehr Authentizität. Denn eines ist klar: Die sich verändernde Kommunikationslandschaft fordert nicht nur authentische Kommunikation ein, sondern bietet Unternehmen mehr denn je die richtigen Kanäle, um sich authentisch, glaubwürdig und ehrlich in der Öffentlichkeit zu präsentieren.
Ihre Ansprechpartnerin bei Anregungen und Fragen zum Thema "authentische Kommunikation":
Marion Soßna
+49 911 530 63 – 113
Public Affairs Tagung in Berlin räumt auf mit alten Lobbyismus-Vorstellungen
Politische Entscheidungen werden nicht im stillen Kämmerlein getroffen und Gesetzgebungsverfahren sowohl auf Bundes- wie auf Länderebene sind ihrerseits gesetzlich geregelt. Anhörungsverfahren, Ausschüsse, Experten- und Verbandsrunden werden einberufen, damit die Wirtschaft und ihre Unternehmen betreffende Regelungen sowohl fachlich als auch politisch kommentieren, wenn nicht gar beeinflussen können.
Doch wo beginnt die Einflussnahme wirtschaftlicher Verbände und einzelner Unternehmen? An welcher Stelle kann sich ein persönlicher Kontakt zu einem Bundestagsabgeordneten als sinnvoll erweisen oder an welcher Stelle wirkt eine wirtschaftliche Allianz stärker?
Moderne Public-Affairs-Manager müssen über ein großes Kompetenzspektrum verfügen: tragfähige Netzwerke, exzellentes Timing und vor allem die Fähigkeit zur präzisen Analyse des politisch-medialen Umfelds. Dazu gehört, die politische Botschaft eines Unternehmens oder Verbandes hinsichtlich einer aktuellen Gesetzeslage zu einer eindeutigen Stellungnahme zu verdichten und an alle wesentlichen Gesprächspartner gleichermaßen zu vermitteln.
Die Einflussnahme auf eine bestimmte Gesetzgebung erfolgt dabei zwar über verschiedene Schnittstellen, diese sollten aber über einen persönlichen Kontakt vermittelt werden. Zuständigkeit heißt hier das Schlagwort. Im Allgemeinen sah politische Kommunikation in der Vergangenheit so aus: Lobbyismus bezog sich schwerpunktmäßig auf aktuelle, politische Entscheidungsprozesse.
Seit einigen Jahren entwickelt sich der politische Kommunikationsprozess eh
er in Richtung Nachhaltigkeit. In der verantwortlichen Interessenvertretung geht es darum, das politische Gewicht des Unternehmens für die Entwicklung nachhaltiger Rahmenbedingungen zu nutzen.
Hierzu bedarf es einer Präsenz bei politischen Entscheidungsrträgern und
Meinungsführern, die über einen längeren Zeitraum angelegt und breiter gefächert ist. Persönliche Gespräche und der Kontakt zu politischen Akteuren ebenso wie den Experten – die Mitglieder der Gremien – sind nach wie vor wichtig. Doch als Einzelkämpfer erreichen selbst die großen Player am Markt nicht mehr viel.
Der Trend geht zur wirtschaftlichen Allianz, die mehr Einflussnahme verspricht und über den reinen Verbandslobbyismus hinausgeht. Unternehmen, die es meistern, sich in unserer freien Marktwirtschaft jenseits von Konkurrenz zu einer Allianz zusammen zu finden, haben eine gute Chance, wirtschaftlich relevantes und durch Expertise ausgewiesenes Wissen in politische Entscheidungsprozesse mit einfließen lassen zu können.
Weitere Informationen / Kontakt:
Charlotte Gräfin v. Kielmansegg
+49 911 530 63 117
Social Media: Welche Fische fängt man im Netz?
Auch in diesem Jahr heißt das Lieblingsthema in der Kommunikationsbranche ganz klar „Social Media“. Der Hype bricht nicht ab, ganz im Gegenteil. Denn die Bedeutung von Social Media in unserer Gesellschaft nimmt immer mehr zu.
Wenn selbst Aktienkurse über Twitter künstlich in die Höhe getrieben werden (wie das Beispiel des US Rappers 50 Cent zeigt: http://bit.ly/fhajwr ), darf man die Kraft von globalen Netzwerken nicht mehr unterschätzen.
Viele Unternehmen sehen zu, wie virtuelle Ereignisse in die Realität überschwappen. Der Zugzwang, ebenfalls auf sozialen Internet-Plattformen aktiv zu werden, wird immer größer. Jedoch sollte diese stark dialogorientierte Form der Kommunikation nicht leichtfertig betrieben werden.
Wenn man nur auf der Welle der Social-Media Begeisterung mitschwimmt und ohne Strategie ins Netz eintaucht, zieht man keine großen Fische an Land. Um mit Hilfe sozialer Netwerke einen kommunikativen Mehrwert zu generieren, sind erhebliche finanzielle als auch personelle Ressourcen nötig. Unternehmensprofile müssen – wenn sie einmal aufgebaut sind – regelmäßig gepflegt und überwacht werden, was mit einem nicht zu unterschätzenden Zeitaufwand verbunden ist.
So führt die Erfolgsstory auch tatsächlich zum Erfolg
Sofern alle Aktivitäten im Netz aufeinander abgestimmt sind und konsequent das gleiche Ziel verfolgen, ist der Grundstein für den offenen Dialog im Netz gelegt. Wichtig dabei ist, nicht zu vergessen, dass dieser Dialog mehrere Anspruchsgruppen bedienen kann: zum einen die externen potenziellen Kunden und Partner, aber auch intern die Mitarbeiter.
Vorteil dieses neuen Kommunikationskanals ist der einfache Zugang. Das Unternehmen muss jedoch gleichzeitig damit rechnen, in der Öffentlichkeit transparenter – und somit auch angreifbarer – zu werden. Soziale Online-Plattformen ermöglichen es aber auch, Themen anzustoßen und unmittelbar die Meinung und Stimmung der Kunden und Mitarbeiter einzufangen.
Wie hilfreich eine konsequente Strategie sowie eine durchdachte Vorlaufphase im Bereich Social Media sein kann, zeigt sich besonders in Krisenphasen. Um richtig vorbereitet ins Meer der Social Media zu springen, stellen wir gerne die benötigte „Ausrüstung“ und stehen beratend zur Seite.
Back to the roots - Ein Besuch im Mueseum für Kommunikation
Jeder benutzt sie, ob im Alltag oder im Beruf. Die meisten sind der Meinung, sie beherrschen sie. Doch nur die wenigsten beschäftigen sich intensiv mit ihr: die Kommunikation.
Wir haben uns auf die Suche nach den Wurzeln der Kommunikation begeben und das Museum für Kommunikation in Nürnberg erkundet. In vier verschiedenen Bereichen können Besucher alle möglichen Themen wie Töne, Bilder, Schrift und Internet entdecken.
Dabei versucht das Museum zu verdeutlichen, was Kommunikation im heutigen Leben alles bedeutet. Menschen kommunizieren mit Tönen, Mimik, Gestik und Schrift – ob körperlich anwesend oder per Internet. Da letzteres immer wichtiger wird, beschäftigt sich ein Bereich ausschließlich mit der Kommunikation durch Medien.
Eines der Highlights ist das Fernsehstudio, in dem die Besucher sich selbst als Moderatoren einer beliebigen Sendung testen oder per Email Grüße an Freunde verschicken können. Auch die Post-Straße ist mit ihren knallgelben Retro-Postfahrzeugen, einer original Poststelle aus den 50er Jahren sowie einer funktionstüchtigen Rohrpost-Anlage ein echter Hingucker.
Die verschiedenen Räume sind nicht nur mit viel Liebe zum Detail gestaltet. Durch ihre zahlreichen Gegenstände der traditionellen sowie modernen Kommunikation werden sie zu einer Spielwiese für Groß und Klein. In jedem der Themenbereiche laden interaktive Stationen unterschiedlichster Art zum Ausprobieren ein – ob bei einem Test der Reaktionszeit, imaginären Türmchenbauen mit dem Gabelstapler oder beim Stempeldruck des Namens mit Hieroglyphen.
Doch auch wer sich beruflich mit dem Thema Kommunikation beschäftigt und sich darüber informieren will, ist hier richtig: auf rund 1200 qm befinden sich viele Experteninterviews und interessante Fakten sowohl zur Historie als auch zur Kommunikation der Region Nürnberg. Durch eine Führung vom Fachpersonal wird der Museumsbesuch schließlich zum attraktiven Geschäftsausflug.
Alle weiteren Informationen zum Museum für Kommunikation in Nürnberg finden Sie hier>>
Impressionen unseres Museumsbesuchs finden Sie hier>>
Wir finden das Museum informativ und spannend und freuen uns auf unseren nächsten Besuch!